Durchkonstruiert, als wäre der Film die Stasi selbst

Rezension: Das Leben der Anderen

Die Frage, wie das Leben in der DDR, das Leben der »anderen Deutschen«, ausgesehen habe, ist eine Frage, die viele »Wessis« den »Ossis« stellen. Denn das einseitige Bild der DDR, das man im Westen kennt, ist meist weder positiv noch zu hundert Prozent korrekt. Der Film Das Leben der Anderen des Regisseurs Florian Henkel von Donnersmarck aus dem Jahr 2007 skizziert ein realistisches Bild der DDR. Dieser Film steht damit in einer Tradition. Es gibt noch zwei weitere sehr bekannte DDR-Filme von anderen Regisseuren: Sonnenallee (1999) und Good Bye, Lenin! (2003). Diese drei DDR-Filme, die alle auf unterschiedliche Weise ein Bild des Alltags in der DDR skizzieren, bilden eine Art »DDR-Trilogie«, vergleichbar der BRD-Trilogie von Rainer Werner Fassbinder (Die Ehe der Maria Braun, 1978; Lola, 1981;  Die Sehnsucht der Veronika Voss, 1982).

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